Am 23. Januar wurde ich als „Sangue Misto“ geboren. Das ist nicht etwa
meine Name, nein, es bedeutet auf italienisch „Gemischtes Blut“.
Meine Mutter ist eine rassige Süditalienerin und hat ausgerechnet im
tiefsten Oberbayern ihr Herz verloren. Mein Vater, ein fast waschechter Bayer,
mit einer Rheinländischen Mutter (Köln) konnte ihr auch nicht widerstehen. Was
dabei herauskam, seht ihr an mir.
Ich hatte schon von Kindesbeinen an Kontakt zur Bühne, da mein
Großvater väterlicher Seits, Musikant und Schauspieler beim Berchtesgadener
Bauerntheater war. Bereits im zartem Alter von 4 Jahren stand ich zum ersten
Mal mit ihm auf der Bühne und gewann mit 8 Jahren meinen ersten Musikwettbewerb
am Klavier. Dabei konnte ich noch nie eine einzige Note lesen, ich spiele rein
nach Gehör. Mit 13 Jahren fing ich an eigene Songs zu schreiben und hatte in
den ersten 10 Jahren ausschließlich Bands, die mit Eigenkompositionen
auftraten. Darunter waren Bands wie „Blaueis Gletscher Band“ oder „Low Budget
Band“ usw. Mit meinem Song „She`s gone“, den ich mit der Salzburger Band „Rusty
Franx“ aufnahm, zogen wir die Aufmerksamkeit österreichischer Plattenfirmen
auf uns. Wir wurden damals ins Fernsehen eingeladen und auch im Radio gespielt.
Auch hatte ich das Glück im damaligen Wiener Prater Stadion vor Bryan
Adams aufzutreten. Ich lernte Bands und Künstler kennen wie Opus, Extreme,
Colosseum, Erste Allgemeine Verunsicherung sowie Ostbahn Kurti. In dieser Zeit unterschrieb ich auch einen
Plattenvertrag. Doch schon in den ersten Monaten „on Tour“ merkte ich, dass mir
noch ganz etwas entscheidendes fehlt. Der Mann fürs Leben. Also holte ich erst
einmal mein Privatleben nach um dann nach zwei ausgiebigen Babypausen wieder
auf die Bühne zurück zu kehren. Es folgten Jahre in denen ich neben Frantic
(mit denen ich ein paar tolle Nummern aufgenommen habe) und Blues Unlimited,
auch in der Unterhaltungsbranche tätig war. Angefangen mit den Tornados über
die Niederalmer zu den Nockherbergern konnte ich dort meine facettenreiche
Stimme bei zahlreichen Auftritten in ganz Deutschland und Österreich dem
Publikum vorstellen. Unter Anderem war ich auch auf dem Oktoberfest und dem
Nockherberg als Sängerin unterwegs. Das war eine sehr lustige aber auch
anstrengende Zeit, die ich nicht missen möchte. Doch blieb ich auch immer
meiner eigenen Linie treu. Eigene Musik zu machen, hatte immer schon einen
höheren Stellenwert für mich, als einfach nur zu singen. Ich stehe unglaublich
gerne auf der Bühne und lebe dort richtig auf, doch meine eigenen Songs zu singen
ist das aller schönste Gefühl. Wenn das Publikum dann noch diese Songs
mitsingt, ist es einfach unbeschreiblich. Seit vielen Jahren rocke ich mit
Atrium durch Österreich und Bayern. Gerade erschien unsere neue CD „Hilflos“,
die wir im Mai in Salzburg präsentiert haben.
Mittlerweile gründete ich zusammen mit meiner Freundin und
Gesangskollegin Claudia Nossylavsky unsere eigene Coverband mit dem Namen
„DIVAS“. Von Rock, Pop, Blues, Soul über Country bis hin zum Schlager bringen
wir jeden Song mit Überzeugung und Gefühl. Auf der Bühne zu stehen und zu
singen ist mein Herzblut, doch die Familie ist mein Lebenselixier.